• Dorfprojekt Ambolobozokely

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Aktuelles

Mühsam erkämpfte Erfolge

09-11-2019 Hits:93 Super User

Mühsam erkämpfte Erfolge

Pressemitteilung: Olten, 8. November 2019     Mad’Eole: Seit 15 Jahren im Einsatz in Madagaskars Dörfern     Mühsam erkämpfte Erfolge     Im Herbst 2004 gründeten sechs madagassische Ingenieure zusammen mit einem Schweizer Umweltschützer und...

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Jahresbericht 2018

29-10-2019 Hits:137 Super User

Jahresbericht 2018

Jahresbericht 2018 von Stefan Frey, Projektleiter Überblick Das Berichtsjahr 2018 ist geprägt von der ganzjährigen Präsenz des Schweizer Projektleiters vor Ort. Die Verstärkung des Teams wurde durch die elea Foundation for Ethics...

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Exklusiv für Spender: Kunst für Strom

24-10-2013 Hits:4372 Stefan Frey

Exklusiv für Spender: Kunst für Strom

Kunst für Strom Unterstützen Sie Mad'Eole durch den Kauf eines Bildes des Künstlers Désiré aus Diego-Suarez! Die Original-Bilder in Mischtechnik (Oel-Wasser-Farben) auf Leinwand zeigen Landschaften und Szenen aus dem Norden Madagaskars und...

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Was macht Mad'Eole?

Mad'Eole - Wind in Madagaskar - steht für die Elektrifizierung ganzer Dörfer auf der Basis von lokal produzierter Windenergie und anderer erneuerbarer Energien.

Von einem Programm von 15 Dörfern im Norden von Madagaskar wurden bisher die Dörfer Sahasifotra, Ambolobozokely, Ambolobozobe und Ivovona in Betrieb genommen. 5'000 Menschen haben erstmals regelmässig Strom.

Vier weitere Dörfer bilden die zweite Etappe.

In den elektrifizierten Dörfern wurden neue Häuser gebaut, Kleinstgewerbe initiiert und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft stark verbessert, weil Mad'Eole den Strompreis für alle Dorfbewohner erschwinglich macht und gleichzeitig den Unterhalt und den späteren Ersatz der Anlagen sicherstellt.

Strom macht Entwicklung möglich, wenn sich die Betroffenen selber stark dafür engagieren.

Mühsam erkämpfte Erfolge

Pressemitteilung: Olten, 8. November 2019

    Mad’Eole: Seit 15 Jahren im Einsatz in Madagaskars Dörfern

    Mühsam erkämpfte Erfolge

    Im Herbst 2004 gründeten sechs madagassische Ingenieure zusammen mit einem Schweizer Umweltschützer und Journalisten das Projekt Mad’Eole an der Nordspitze von Madagaskar. In den 15 Jahren seither wurden nach der eigens entwickelten Methode (siehe Kasten) fünf Dörfer und drei-bis viertausend Menschen ausserhalb bestehender Netze mit Strom aus Wind und Sonne versorgt. Eine weitere Dorfelektrifizierung – Joffre-Ville – steht kurz vor dem Abschluss.

    „Trotz allem hat sich der Kampf gelohnt.“ sagt Initiant und Projektleiter Stefan Frey aus Olten nach 15 Jahren, die er am Anfang noch fast vollständig an der Nordspitze von Madagaskar verbracht hat und wo er sich nun, nach seiner Pensionierung, noch während ein paar Wochen im Jahr zur Unterstützung des lokalen Teams aufhält. ‚Trotz’ bezieht sich auf einen fünfzehnjährigen Kampf gegen Korruption und Dummheit der sich an den Töpfen öffentlicher Entwicklungsgelder ablösenden Machteliten, wie der Projektleiter unverblümt feststellt.  „Und auch auf die Ignoranz der aktiv wegschauenden Verantwortlichen in multilateralen Organisationen, in die auch die Schweizer Steuerzahler ungefragt jährlich hunderte von Millionen einzahlen.“

     

    Geduld, Mut und Ausdauer nötig

     

    Für die Geldsuche wendet der Projektleiter auch heute noch die meiste Energie auf. Die Projekte von Mad’Eole – Synonym für Windenergie in Madagaskar – wurden fast ausschliesslich durch private und öffentliche Spenden aus der Schweiz finanziert. Die schweizerische Eidgenossenschaft deckte seinerzeit, nach dreijährigen Ringen, einen kleinen Teil des Budgets für das Pilotdorf ab. Daneben bestimmen innermadagassische Probleme den Rhythmus. So ist das bislang grösste Projekt, Joffre-Ville am Fuss des Beregenwald-Nationalparks Montagne d’Ambre, erst nach vielen Verzögerungen und Umwegen endlich auf der Zielgeraden. Die ersten Haushalte dürften bis Ende 2019 an das Dorf-Netz angeschlossen sein. Bis dahin mussten Naturkatastrophen wie die Zyklone ebenso überstanden werden wie die Wahl-Scharmützel, in denen sich die Dorfbevölkerung zweitweise aufgerieben hatte. Alles habe das lokale Team von Mad’Eole durch Ausdauer, Mut und Fachkenntnis irgendwie gemeistert, bilanziert Stefan Frey.

     

    Selbstgemachte Entwicklungsbremsen

    Korruption und Machtmissbrauch behindern mehr denn je die Entwicklung des Landes, dessen jährlich um drei Prozent wachsende Bevölkerung zu über neunzig Prozent in bitterster Armut lebt.  Deshalb bleibt der Schweizer Projektleiter auch nach seiner Pensionierung an Bord. Nicht für die operative Arbeit, aber zum Schutz des lokalen Teams vor Übergriffen raffgieriger Beamter (die sich für ihre phantasiereichen Forderungen – erfolglos - an den Projektleiter wenden müssen). „Das ist der beste Schutz für die Spenden.“ hält Frey fest.

     

    Neue Projekte in Sicht

    Mit der südkoreanischen Entwicklungsagentur KOICA wurde soeben die Elektrifizierung eines neuen Dorfes vereinbart. Das Projekt für den Aufbau einer Käseproduktion in einem abgelegenen Viehzuchtgebiet am nördlichsten Landzipfel befindet sich in Planung und sucht nicht nur Geldgeber sondern auch die Zusammenarbeit mit Spezialisten in der Milchverarbeitung. Ein innovatives Projekt mit schweizerischer Prägung: Wind- und Solar-Käse.

     

    Das Mad’Eole-Prinzip

    Der Zweck der Dorfelektrifizierungen nach der Methode von Mad’Eole kurz und bündig: Reduktion oder sogar Stopp der Landflucht. Strom ist nicht Selbstzweck, sondern ein Entwicklungsmotor. Die Mitarbeit der Bevölkerung bei Aufbau, Überwachung und Unterhalt ist entscheidend. Alle fünf von Mad’Eole elektrifizierten Dörfer (Sahasifotra, Ambolobozokely, Ambolobozobe, Ivovona, Ampasindava) weisen eine Zunahme von Haushalten auf, die nicht auf die demographische Entwicklung zurückzuführen ist. Klein- und Kleinstgewerbe entsteht. Die Leute bleiben in ihren Dörfern oder kehren gar dorthin zurück.

 

SF

Stefan Frey, Initiant und Leiter der Projekt von Mad’Eole im Norden von Madagaskar.

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Die Mitgliedschaft beim Förderverein Mad'Eole Schweiz, der für die Finanzierung der Projekte in Madagaskar sorgt, kostet 100 Franken pro Jahr.

Mit 100 Franken kann ein Haus mit Strom versorgt werden: Hausanschluss ab dem Dorfnetz, Sicherung, Stromzähler, Installation im Haus, Steckdosen, Schalter, Lampenfassungen und Stromsparlampen.

Es sind vor allem die Frauen und Kinder, die davon am meisten profitieren: Lesen und Schreiben nach Sonnenuntergang, Licht für die Essenszubereitung am frühen Morgen und am Abend, bessere Hygiene und mehr Sicherheit (keine Petrollampen oder Kerzen).

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